Ausflug

Besuch der Bildungsmesse

Zum ersten Mal fand gestern in Göttingen die Bildungsmesse statt. Sehr viele Informationen wurden in der Göttinger Stadthalle vor allem für Menschen präsentiert, die sich erstmals beruflich orientieren möchten oder die sich neuorientieren möchten und z.B. eine Weiterbidlung oder Umschulung machen möchten.  An fast 60 Ständen konnte man sich neue Ideen holen. Die Bildungslandschaft reichte von städtischen Bildungseinrichtungen (wie städtischen Berufsfachsschulen, Schulen für Medizin, Naturheilkunde und Heilpraxis sowie Göttinger Werkstätten) über regionale Bildungsträger (z.B. die Evangelische Erwachsenenbildung Südniedersachsen oder der Regionalverband Südniedersachsen) und bundesweite Bildungsträger (wie das Bundesamt für Migration und ver.di) bishin zu internationalen Trägern (z.B. der Internationaler Bund oder das Institut für Internationale Bildung und Kommunikation).

Neben den vielen Informationen, die man sich entweder im persönlichen Gespräch oder auch mal mit Hilfe eines Prospekts holen konnte, gab es auch viele Möglichkeiten, sich in zahlreichen verschiedenen Aktionen auch praktisch ausprobieren und seine Interessen testen zu können: Wie spannend findet man beispielsweise einen chemikalischen Versuch mithilfe eines Mikroskops? In einem Holz-Workshop konnte man sehen, wie geschickt man mit Holz umgehen kann. Und ein Wickelwettbewerb sollte die Fähigkeiten zur Tagesmutter austesten!

Ein netter Nebeneffekt waren natürlich auch die professionellen Bewerbungsfotos, die man kostenlos von sich machen lassen konnte!

Das Göttinger Stadtradio war auch dabei. Wir sind gespannt, wann dort ein Beitrag über die erste Göttinger Bildungsmesse zu hören sein wird.

Kunst im Künstlerhaus – Wir haben’s gesehen!

Ja, wir möchten keine Kunstbanausen sein und haben uns gestern an der hohen Kunst erfreut, die man noch bis zum 4. April im Göttinger Künstlerhaus sehen kann. Die Werke stammen von Gregory Seán Sheehan, einem irischen Künstler, der in Göttingen lebt und malt. Seine Bilder erinnern an Landschaften. Aber sie erinnern nicht nur, sie sind Landschaften. In seinen Werken kann man sich selbst verlieren und vergessen. Wichtige Aspekte in seiner Arbeit sind Zeit und Rhythmus. Dies zeigt sich auch in einem seiner Hauptmaterialien, die er in seinen Arbeiten verwendet, nämlich Torf. Doch Sheehan möchte nicht allein an Landschaften in der Natur erinnern. Er sagt:

“Es geht mehr um die Landschaften, die man in Gedanken und als Erinnerungen mit sich trägt. Vielleicht geht es darum, festzuhalten, dass wir der Teil von etwas Ganzem sind, und nicht ‘Herren über das gesamte Universum’.” (siehe in seinem Katalog “arboreta cogitata et depinta”, herausgegeben vom Künstlerhaus Göttingen)

Wir vor einem Werk von Gregory S. Sheehan
Wir vor Werken von Gregory S. Sheehan

Wir hoffen, noch viele Menschen lassen sich von Sheehans Werk inspieren.

Deutsch lernen unterwegs

auf dem Weg in die Stadt
auf dem Weg in die Stadt

Auf einem Ausflug kann man viel erleben: eine neue Stadt kennen lernen, Sehenswürdigkeiten besichtigen, Entdeckungen machen, fotografieren, Spaß haben, sich informieren, staunen, sich wundern – und Deutsch lernen! Die norwegische Schülergruppe auf dem Foto lernte im Tandem -Sprachzentrum Göttingen Deutsch, aber nicht nur die Sprache,  auch die deutsche Kultur und das Leben in Deutschland interessierte die Schülerinnen und Schüler. Einen Tag lang lernten wir nicht im Klassenzimmer, sondern unterwegs: im Zug, auf dem Bahnhof, auf dem Weg in die Stadt, auf dem Marktplatz, in den Gassen und Straßen – eigentlich überall. Es gab verschiedene sprachliche Aufgaben und Aktionen, die die Gruppe hervorragend gemeistert hat.

Die Stadt, die wir besuchten: Goslar. Wer diese Stadt etwas näher kennen lernen möchte und wissen will, was wir erlebt haben, kann hier weiterlesen: [Read more…] about Deutsch lernen unterwegs

Ein Besuch im Grenzlandmuseum

Noch vor 20 Jahren trennte eine Grenze die beiden deutschen Staaten BRD und DDR. Bis zum November 1989 war es den DDR-Bürgern nicht erlaubt, diese Grenze zu überschreiten. (Das war nur unter “besonderen Voraussetzungen” möglich, wenn zum Beispiel ein naher Verwandter Geburtstag hatte, oder wenn man selbst Rentner war.) Von der Berliner Mauer gibt es viele Fotos und Filmaufnahmen – aber wie sah die Grenze eigentlich aus? Die 1400 km quer durch die Landschaft?  Im ehemaligen Grenzgebiet gibt es jetzt etliche Museen, die darüber informieren. Wir waren mit einigen Teilnehmern im Grenzlandmuseum Teistungen und schauten uns an, wie die Grenze verlief und was das für die Menschen bedeutete.

viele Informationen
viele Informationen

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Ein Satz? Ein Satz! Ein Satz.

unterwegs
unterwegs

Natürlich sprechen wir im Unterricht über die Freizeit. Zum Beispiel so: “Yu-Fan, was machst du in deiner Freizeit?” – “Freizeit – was ist das?”   Am Tag nach unserem Ausflug wollten wir natürlich wissen, was für jeden von uns interessant, lustig, bemerkenswert, komisch  oder bedeutend war. Aber da es ganz schrecklich ist, wenn man über ein Erlebnis einen Aufsatz schreiben soll/muss, gab es folgende Aufgabe:

Schreibe einen Satz über unseren Ausflug !  Nachdem jeder einen Satz geschrieben hatte, wurde der Zettel weitergegeben an den rechten Nachbarn und ein neuer Satz geschrieben. Und so ging es weiter, bis der eigene Zettel wieder vor jedem lag. Vorteile: Wenn ich lese, was die anderen geschrieben habe, bekomme ich neue Ideen oder erinnere mich wieder an etwas Bestimmtes. Ich muss aber versuchen, meine Gedanken in einen Satz zu fassen. Die Grammatik eines Satzes kann ich gut überblicken. Auch Zitate kann ich so gut schreiben. Am Ende liest jeder seinen Zettel vor, und wir können noch einmal wunderbar lachen! (Dauer: 10 Minuten schreiben(8 Teilnehmer), dann nochmal 10 Minuten vorlesen, lachen und kommentieren)

Hier kommen nun unsere Sätze,  nicht geordnet, sondern bunt durcheinander:
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Oh Baum, ich liebe dich!

Heute haben wir im Wald Deutsch gelernt. Es ist ja Sommer, es ist heiß und da ist ein Spaziergang im Wald gerade richtig. Es gab aber trotzdem viele Gelegenheiten, Deutsch zu lernen, zu sprechen, zu benutzen und dabei ganz viel Spaß zu haben. Wie kann man zum Beispiel auf Deutsch seine Liebe erklären? Das war die Aufgabe: Wähle einen Baum und mache ihm eine Liebeserklärung!

Hej, du!
Hej, du!
Hier ein paar Beispiele:
Antonio: “Das ist eine Aufgabe für einen Italiener!”   Maynor: “Ich liebe dich! Du bist so schön! Aber warum bist du so groß?”  Nerea (umarmt den Baumstamm): Oh ich liebe dich so!”  Mario: “Ich habe dich geliebt. Jetzt liegst du hier. Ich lebe ohne dich besser.”
Ich hab' dich so geliebt!
Ich hab’ dich so geliebt!
Und was noch? Wisst ihr noch, was ihr gesagt habt? Leider habe ich mir nicht alles gemerkt, weil ich so viel lachen musste!
Zum Weiterlernen kommt hier das vielleicht älteste deutsche Liebesgedicht, in “mittelhochdeutsch”

du bist min

ich bin din

des solt du gewis sin

du bist beslozzen in minem herzen

verlorn ist das sluezzelin

du muost immer drinne sin